Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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Prof. Dr. Sebastian Huhnholz

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Hamburger Institut für Sozialforschung
Mittelweg 36
20148 Hamburg


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Curriculum Vitae

Sebastian Huhnholz ist Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte und vertritt im Winter- und Sommersemester 2025-2026 den Lehrstuhl Politische Theorie und Rechtstheorie an der Freien Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft). Seit 2025 ist er Gastwissenschaftler am Hamburger Institut für Sozialforschung in der Forschungsgruppe Monetäre Souveränität. Von 2022-24 vertrat er den Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Sebastian Huhnholz studierte Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin, arbeitete ebenda am Lehrstuhl „Theorie der Politik“ von Prof. Dr. Herfried Münkler, u.a. als Mitarbeiter und Mitglied des Berliner Sonderforschungsbereichs 644 „Transformationen der Antike“ (2010-2016), war bis 2017 wissenschaftlicher Assistent und Akad. Rat a.Z. am Lehrstuhl „Politische Theorie“ des Geschwister-Scholl-Instituts der LMU (Prof. Dr. Karsten Fischer) und anschließend Akad. Rat a.Z. am Hannoveraner Arbeitsbereich „Politische Ideengeschichte und Theorien der Politik“ von Prof. Dr. Rainer Schmalz-Bruns, dessen Professur er zwischen 2019 und 2022 kommissarisch zu leiten hatte.
Sebastian Huhnholz ist langjähriges Team-Mitglied des mehrfach ausgezeichneten Wissenschaftsblogs www.theorieblog.de und seit 2021 Mitglied der „Jungen BWG“ sowie Sprecher ihrer „Geisteswissenschaftlichen Klasse“. Für seine Master-Arbeit erhielt er den Humboldt-Preis der HU Berlin, für die Dissertation (summa cum laude (LMU)) einen Preis der Bayerischen Amerika-Akademie. Er hält Mitgliedschaften u.a. in der Bayerischen Amerika-Akademie, dem Münchener Zentrum antike Welten, der Frankfurter Ernst-May-Gesellschaft, der DVPW, DGEPD, DGFP und dem Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands und ist Mitherausgeber der Schriftenreihe Staatsverständnisse und Mitglied des wiss. Beirats der Reihe Staatsdiskurse. Gemeinsam mit Prof. Dr. Eva Marlene Hausteiner gibt er die Schriftenreihe Ordnungen globaler Macht heraus. Er ist wissenschaftlicher Koordinator der im Aufbau befindlichen Forschungsgruppe „Steuern verändern“, die aus dem Heidelberger Forschungskolleg Steuergeschichte erwachsen ist. Für die Amtszeit 2022-2027 ist er gewähltes Mitglied der Ethik-Kommission der DVPW.
Sebastian Huhnholz hat diverse fachspezifische, interdisziplinäre und internationale Tagungen und Workshops organisiert oder mitorganisiert, darunter zu Themen wie Ausnahmezustand, Öffentliche Güter, Staatsfinanzen und Steuerstaatlichkeit, Thomas Hobbes & Carl Schmitt, Imperien und Liberalismus. Sein Lehrspektrum umfasst neben Vorlesungen zur Politischen Theorie und Ideengeschichte und deren Methodologie Seminare über Klassikerinnen und Klassiker staatsfinanzpolitischen Denkens sowie zu Alexis de Tocqueville, Max Weber, Hannah Arendt, Thomas Hobbes oder Reinhart Koselleck, ferner über Revolution, Bürokratie, Terrorismus und Dschihadismus sowie politische Familientheorien.

Spektrum der Veröffentlichungen (chronologische Auswahl)

  • Die (un-)endliche Geschichte. Reinhart Kosellecks „Historik“ zwischen geschichtswissenschaftlicher Methodologie und Politischer Theorie, in: Manfred Hettling u. Wolfgang Schieder (Hrsg.): Reinhart Koselleck als Historiker. Zu den Bedingungen möglicher Geschichten, Goettingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2021, S. 371-401.
  • Die Entwicklung des „Steuerstaates“. Ursprung, Aufstieg und Ende eines finanzwirtschaftlichen Fortschrittsparadigmas, in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte (Schwerpunktheft „Fiskus und Konflikt“, hrsg. v. Korinna Schönhärl u. Mark Spoerer), 2/2021, S. 505-552 (mit Alexander Leipold).
  • Von Carl Schmitt zu Hannah Arendt? Heidelberger Entstehungskontexte und bundesrepublikanische Liberalisierungsschichten von Reinhart Kosellecks Kritik und Krise (Reihe „Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte“, Bd. 95), Berlin: Duncker & Humblot 2019.
  • Liberalismus: Traditionsbestände und Gegenwartskontroversen (hrsg. mit Karsten Fischer in der Schriftenreihe der Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft), Baden-Baden: Nomos 2019.
  • Imperien verstehen. Theorien, Typen, Transformationen (Bd. I der Reihe „Ordnungen globaler Macht“; hrsg. mit Eva Marlene Hausteiner), Baden-Baden: Nomos 2019.
  • Fiskus – Verfassung – Freiheit. Politisches Denken der öffentlichen Finanzen von Hobbes bis heute (Bd. 111 der Reihe Staatsverständnisse“, hrsg. v. Rüdiger Voigt), Baden-Baden: Nomos 2018.
  • Rezension zu O’Neill, Martin u. Shepley Orr (Hrsg.): Taxation. Philosophical Perspectives (Cambridge: Oxford University Press 2018), in: Zeitschrift für philosophische Literatur [3], 2/2019, S. 38-46.
  • Politische Ikonographie und Differenzrepräsentation (Sonderband 34 des Leviathan. Berliner Zeitschrift der Sozialwissenschaft; hrsg. mit Eva Marlene Hausteiner), Baden-Baden: Nomos 2018.
  • Demokratieprobleme des Steuerstaates im 21. Jahrhundert (Schwerpunktheft der Politischen Vierteljahresschrift, hrsg. mit Daniel Mertens und Thomas Rixen), Politische Vierteljahresschrift, 1/2018.
  • Was soll das heißen: „Steuerstaat“?, in: Jahrbuch Ökonomie und Gesellschaft 2017, Schwerpunkt Steuern und Gesellschaft, hrsg. v. Ute Schmiel u. Werner Nienhüser, Marburg: Metropolis 2017, S. 15-48.
  • Imperiale Sehnsuchtsräume. Versuch einer politischen Typologie des „leeren Raums“, in: Ulrike Jureit (Hrsg.): Umkämpfte Räume. Raumbilder, Ordnungswille und Gewaltmobilisierung, Göttingen: Wallstein 2016, S. 304-325.
  • Ausstrahlung hat viele Gesichter, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 104 (4. Mai 2016), S. N4 (Original als „‚Fach ohne Ausstrahlung‘? Replik auf Frank Deckers und Eckhard Jesses Kritik der Politikwissenschaft in Deutschland“ beim theorieblog.de [4], 2016).
  • Deutschsowjetische Bloodlands? Zum methodologischen spatial und imperial turn der aktuellen Totalitarismustheorie, in: Journal of Modern European History, 4/2014, S. 427-447.
  • Krisenimperialität. Romreferenz im US-amerikanischen Empire-Diskurs, Frankfurt am Main und New York: Campus 2014.
  • Das Spannungsverhältnis von Dschihadismus- und Terrorismusanalyse in Wissenschaft und Sicherheitspolitik der BRD, in: Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (Sonderheft „Terrorismusforschung in Deutschland“, hrsg. v. Alexander Spencer et al.), 2011, S. 203-227.
  • Do all Roads lead to Rome? Ancient Implications and Modern Transformations in the recent US-Discourse about an American Empire, in: Mediterraneo Antico, 1-2/2010, S. 49-70.

 

Weiterführende Informationen

Academia LMU - Monetäre Souveränität - Steuergeschichte.de - Theorieblog - FU Berlin