Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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Prof. Dr.phil. Dr.rer.pol.habil. Hans-Martin Schönherr-Mann

Prof. Dr.phil. Dr.rer.pol.habil. Hans-Martin Schönherr-Mann

Professor für politische Philosophie

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Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft
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Aktuelle Themenbereiche

  • Politische Philosophie
  • Philosophie der Bildung
  • Existentialismus
  • Poststrukturalismus
Aktuelle Arbeitsprojekte
  • Die politische Philosophie von Gilles Deleuze und Félix Guattari

Weitere Informationen:

Aktuelle Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2022/23

LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT MÜNCHEN
Geschwister-Scholl-Institut für politische Wissenschaft

Vorlesung
(Studium generale, Seniorenstudium, Gender-Studies)

Politische Philosophie des Poststrukturalismus: der Anti-Ödipus
Dienstag 18st-19.30h; Beginn: 18.10.
präsent, wenn alle Corona-Maßnahmen aufgehoben sind – auch in der DB
dann Ort: Hauptgebäude HS A015
bis dahin per Zoom:
Zoom-Meeting beitreten
https://lmu-munich.zoom.us/j/92365537957?pwd=V05aMVBGaVZJbk9Lb2ZmSEx6ZEJ3Zz09

Meeting-ID: 923 6553 7957
Kenncode: 897431

Die Vorlesung führt in eines der dunkelsten Bücher der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts ein, in Gilles-Deleuze, Félix Guattari, Anti-Ödipus, das Foucault als ein Buch der Ethik bezeichnet hat, in dem es darum geht, wie man kein Faschist wird. Deleuze, Guattari geht es darum, die Einbindung des Menschen in politisch soziale Systeme aufzuzeigen. Sie wenden sich gegen Sigmund Freuds Ödipus-Theorie, verstehen dagegen Ödipus als politischen Mythos. Politik präsentiert sich als ein Konflikt zwischen Einheitsbestrebungen und Pluralisierungsneigungen. Es wird empfohlen, das Buch anzuschaffen.
Literatur: Gilles Deleuze, Félix Guattari, Anti-Ödipus – Kapitalismus und Schizophrenie, Bd. 1 (1972), 2. Aufl. Frankfurt/M. 1979 (stw)

Doktorandenseminar: Lektüren klassischer Texte
Mittwoch online LMU-Zoom 20ct-21.45h, 2 std. Beginn: 2.5.2022
Das Seminar (kein Scheinerwerb) ist ein Lektürekurs vornehmlich klassischer Texte der politischen Philosophie und steht allen interessierten Studenten offen. Teilnahme jederzeit möglich, aber mit Rücksprache per Mail (siehe diese Webseite LMU).

Lehrauftrag an der
Universität Innsbruck
Fakultät für Bildungswissenschaften

Seminar

Spezielle Kommunikations- und Handlungskompetenzen 2: Visuelle Kommunikation und Bildverstehen (103239)
Donnerstag 15-16:30 Innrain 52 Raum50109/3SR
Beginn 6.10.2022 Ende 2.2.2023

Seit Galilei das Fernrohr auf die Sterne richtete, lebt man in der Moderne in der Welt der Bilder. Aber auch schon für Platon hatte das Sehen die höchste Qualität innerhalb der Wahrnehmung. Die Malerei hatte vor allem eine religiöse und politische Dimension, die sich bei Leonardo präsentiert. Aber seit der ‚technischen Reproduzierbarkeit‘ (Walter Benjamin), seit Fotographie, Film und Fernsehen beginnt das Bild die Schrift beinahe schon in den Hintergrund zu drängen – und umso mehr im Zeitalter von Facebook. Immer schon wurden Bilder zur politischen Kommunikation benutzt, heute immer häufiger auch zur privaten. Aber seit Hitchcock 1949 die Kamera filmhistorisch zum ersten Mal lügen ließ, sollte klar sein, was längst nicht klar ist: Bilder sagen nicht die Wahrheit. Bilder verdanken sich Perspektiven und Linsen, sind der Manipulation ausgesetzt. Weltbilder behaupten das richtige Bild von der Welt zu haben, das es doch nicht gibt. Der Kurs führt schwerpunktmäßig anhand von Beispielen vor, wie man Bilder in der politischen und sozialen visuellen Kommunikation verstehen kann, um dadurch politische und soziale Interaktion zu begreifen und zugleich auch die Beteiligung daran zu erleichtern.

Lehraufträge an der
Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Am Lehrstuhl für Politische Theorie und Philosophie

Vorlesung

Moderne politische Philosophie in Frankreich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts
Montag: 16.15-17.45 Uhr präsent; Beginn: 17.10.2021 - 6.2.2022 Raum KGA 304

Die Vorlesung zeigt die Entwicklung der französischen politischen Philosophie von der Aufklärung über die Gegenaufklärung, den utopischen Sozialismus, den Positivismus Auguste Comtes, den Anarchismus, Marxismus und Neomarxismus bis zum Poststrukturalismus von Michel Foucault und Jacques Derrida. Neben der Frage rechtlicher und sozialer Gleichheit liegt ein weiterer Schwerpunkt im 20. Jahrhundert: der Anti-Ödipus von Gilles Deleuze und Félix Guattari, Über den Staat von Pierre Bourdieu und Bruno Latours Die Rechtsfabrik und sein Terrestrisches Manifest. Die Frage, die der Vorlesung zugrunde liegt ist, inwiefern sich in dieser Entwicklung die Aufklärung fortschreibt oder niedergeht.

Literatur: Joseph de Maistre, Von der Souveränität – ein Anti-Gesellschaftsvertrag (1794); Alexis de Tocqueville, Über die Demokratie in Amerika (1840); Maurice Merleau-Ponty, Humanismus und Terror (1947); Schönherr-Mann, Was ist politische Philosophie? (2012); Michel Foucault als politischer Philosoph (2018); Dekonstruktion als Gerechtigkeit – Jacques Derridas Staatsverständnis und politische Philosophie (2019)

Hauptseminar


Die politische Philosophie des deutschen und des französischen Existentialismus: Jaspers, Heidegger, Arendt, Camus, Sartre, de Beauvoir
Montag 18 – 19.30 Uhr präsent; Beginn: 17.10.2021 – 6.2.2022, Raum KGA 304

Außer Heidegger, der den Nationalsozialismus unterstützte, und dem späten Sartre, der sich dem Marxismus annäherte, versuchen die meisten Vertreter des Existentialismus sich keinem politischen Lager anzuschließen und sich ideologischen Zwängen zu entziehen. Der deutsche Existentialismus hat dabei seine Ursprünge in den orientierungslosen zwanziger Jahren. Der französische Existentialismus entwickelt sich als Philosophie des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. De Beauvoir wird das in den Feminismus transformieren, während Arendt im Angesicht des Holocaust eine antitotalitäre und partizipatorische Perspektive der Demokratie entwickelt.

Literatur: Martin Heidegger, Besinnung (1939); Karl Jaspers, Vom Ursprung und Ziel der Geschichte (1949); Hannah Arendt, Über die Revolution (1963); Schönherr-Mann, Gewalt, Macht, individueller Widerstand – Staatsverständnisse im Existentialismus (2015); Albert Camus als politischer Philosoph (2015); Arendt als politische Philosophin (2020); Sartres Existentialismus als politische Philosophie des Widerstands (2021