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Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft
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Aktuelle Themenbereiche
- Politische Philosophie
- Philosophie der Bildung
- Sprachphilosophie und Wissenschaftstheorie
- Poststrukturalismus
- Existentialismus
- Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und Hermeneutik
- Kulturelle Perspektiven von Nietzsches Philosophie
- Alarmismus und Dramatisierung in den expertokratischen medialen Diskursen – die Widerkehr religiöser Vorstellungen in den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften
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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026
LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT MÜNCHEN
Geschwister-Scholl-Institut für politische Wissenschaft
Vorlesung
(Studium generale, Seniorenstudium, Gender-Studies)
Politische Philosophie und Erkenntnistheorie: Kant, Hegel, Nietzsche
Dienstag, 18:00 bis 19:30 s.t. 2 Std.; Vorlesungsbeginn am 16.06.2026 - 11.08.2026 in Präsenz
Ort: Professor-Huber Platz 2, Lehrturm-W201
Im LSF keine Einschreibung nötig oder möglich. Für die Vorlesungsmaterialien und weitere Infos bitte per Mail anmelden: m.mann@lmu.de.
Die politische Philosophie setzt sich kaum mit dem Erkenntnisproblem auseinander, das erst mit Kants Philosophie des Subjekts entsteht, das allen Objekten zugrunde liegt. Dementsprechend entwickelt Kant nach Hannah Arendt eine politische Philosophie, die das politische Urteil ästhetisch begründet: es gibt keine gemeinsamen obersten Prinzipien und Werte. Damit wird Nietzsche und die spätere postmoderne Konstellation antizipiert. Hegel hebt das Subjekt auf die Ebene des Begriffs und entwickelt als Politische Philosophie eine Rechts- und Geschichtsphilosophie, die sich freilich durch die dialektische Entfaltung des Begriffs auf der Ebene des objektiven Geistes realisiert: Politische Wirklichkeit liegt nicht materiell vor, sondern muss begriffen werden. Auch Nietzsche scheitert daran, das Subjekt zu überwinden, indem er Kants subjektive Erkenntnistheorie weiter radikalisiert, damit das Subjekt zwar schwächt, es aber nicht hinter sich lässt. Es kehrt auch in seiner politischen Philosophie des Genius wieder als auch in seiner Staatskritik.
Literatur: Hannah Arendt, Über Kants politische Philosophie (1970); in: Das Urteilen – Texte zu Kants politischer Philosophie (1982); Arthur C. Danto, Nietzsche als Philosoph (1965); G.W.F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts (1820); Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte (1822-32); Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften (1830) Erster Teil Die Wissenschaft der Logik; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft (1787); Kritik der praktischen Vernunft (1788); Kritik der Urteilskraft (1793); Zum ewigen Frieden (1795); Die Metaphysik der Sitten, (1797); Karl Löwith, Von Hegel zu Nietzsche – der revolutionäre Bruch im Denken des 19. Jahrhunderts (1941); Friedrich Nietzsche, Morgenröte (1880/81); Die fröhliche Wissenschaft (1881-82); Jenseits von Gut und Böse (1886); Zur Genealogie der Moral (1887); Schönherr-Mann, Friedrich Nietzsche, UTB Profile; Was ist politische Philosophie, Campus 2012; Arendt als politische Philosophin, BoD 2020; Fried-rich Nietzsche – Leben und Denken, Römerweg 2020; Übergang zum Untergang – Nietz-sches politische Philosophie des Genius, BoD 2022;
Venice International University, Venedig
Course: Ecology and Technology as a global challenges of Ethics
Monday, Wednesday 09:00 am - 11:00 am, 23.02.2026 - 27.05.2026
In the nineteen seventies started the ethical discussion about a changing ethical horizon, which the increasing development of the technological world was producing. It was one aspect of a new general interest in ethics after more than 150 years of prefer-ring violence than morals. On the one side the ideologies couldn’t anymore hide their failure. On the other side a lot of problems of the technological world seemed to need also ethical and moral answers. For example for a lot of thinkers the ecological crisis cannot be solved only by technological methods. In spite it needs an ascetic answer, that means an ethical answer, which includes in the ethical sphere also the nature and environmental problems. So Hans Jonas wrote in 1979 the first ecological ethics. The imperative of responsibility - a new kind of ethics involved by Max Weber - since is dominating the ethical discussions about the technological society. Since the debate on changing of the climate especially Bruno Latour demands urgently an ecological understanding of democracy. Ulrich Beck developed the concept of a world risk society. Also the technological world of computing, internet and Artificial Intelligence has completely changed daily life and it is producing a lot of new especially political risk. These developments need an ethical answer on the individual side and from the political sphere.
Lehrauftrag an der UNIVERSITÄT INNSBRUCK
Fakultät für Bildungswissenschaften
Seminar
Spezielle Kommunikations- und Handlungskompetenzen 2: Visuelle Kommunikation und Bildverstehen (603046)
Donnerstag 15:30 - 17:00 Uhr; Vorlesungsbeginn am 05.03.2026 - 25.06.2026
Ort: Innrain 52a, Seminarraum 11
Seit Galilei das Fernrohr auf die Sterne richtete, lebt man in der Moderne in der Welt der Bilder. Aber auch schon für Platon hatte das Sehen die höchste Qualität innerhalb der Wahrnehmung. Die Malerei hatte vor allem eine religiöse und politische Dimension, die sich bei Leonardo präsentiert. Aber seit der ‚technischen Reproduzierbarkeit‘ (Walter Benjamin), seit Fotographie, Film und Fernsehen beginnt das Bild die Schrift beinahe schon in den Hintergrund zu drängen - und umso mehr im Zeitalter von Facebook. Immer schon wurden Bilder zur politischen Kommunikation benutzt, heute immer häufiger auch zur privaten. Aber seit Hitchcock 1949 die Kamera filmhistorisch zum ersten Mal lügen ließ, sollte klar sein, was längst nicht klar ist: Bilder sagen nicht die Wahrheit. Bilder verdanken sich Perspektiven und Linsen, sind der Manipulation ausgesetzt. Weltbilder behaupten das richtige Bild von der Welt zu haben, das es doch nicht gibt. Der Kurs führt schwerpunktmäßig anhand von Beispielen vor, wie man Bilder in der politischen und sozialen visuellen Kommunikation verstehen kann, um dadurch politische und soziale Interaktion zu begreifen und zugleich auch die Beteiligung daran zu erleichtern.
Seminar
Spezielle Kommunikations- und Handlungskompetenzen 2: Visuelle Kom-munikation und Bildverstehen (603041)
Donnerstag 17:15 - 18:45 Uhr; Verlesungsbeginn am 05.03.2026 - 25.06.2026
Ort: Innrain 52a, Seminarraum 11
