Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann

Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann

Professor für politische Philosophie

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Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft
Oettingenstr. 67
80538 München

Telefon: 0171-4912592

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Sprechstunden nach Vereinbarung

Weitere Informationen

Aktuelle Themenbereiche

  • Der Begriff der Involution als Politische Philosophie der Zivilgesellschaft wie der partizipatorischen Demokratie im Anschluss an Hannah Arendt, Michel Foucault, Jacques Derrida, Richard Rorty, Judith Butler
  • Bildung und Politik
  • Existentialismus
  • Poststrukturalismus
Aktuelle Arbeitsprojekte
  • Involution im Kontext der politischen Philosophie – Zur Geburt der Zivilgesell-schaft aus dem Geist von 1968; erscheint voraussichtlich erst 2021
  • Michel Foucault als politischer Philosoph; ist im Herbst 2018 in der Innsbruck University Press erschienen
  • Dekonstruktion als Gerechtigkeit – Jacques Derrida Staatsverständnis und poli-tische Philosophie; erscheint im Herbst 2019 in der Reihe Staatsdenker im Nomos Verlag
  • Friedrich Nietzsche und die Politik; erscheint im Verlagshaus Römerweg, Wies-baden 2020 im Herbst

 

Weitere Informationen:

Aktuelle Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2019

LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT MÜNCHEN
Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft

Vorlesung
(interdisziplinär und für das Studium generale, Seniorenstudium, Gender-Studies)


„Die individualistische Philosophie des Widerstands“: Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts (1943)

Montag 18.15h-20h 2 std. Hauptgebäude A 021

Sartre schreibt mit Das Sein und das Nichts 1943 die Philosophie des Widerstands. Es ist eine individualistische Philosophie der Freiheit, da sich jeder selbst dafür entscheiden muss, Widerstand zu leisten und in welcher Form. Dabei ist das Individuum nicht nur für seine Entscheidung verantwortlich, sondern für alles, was es im Widerstand unternimmt. Freiheit und Verantwortung sind zwei Seiten derselben Medaille. Verantwortlich ist es auch nicht gegenüber eine Allgemeinheit, sondern den Mitmenschen gegenüber, denen es begegnet. Sartre begründet damit den Existentialismus. Seit dem Totalitarismus der Nazis hat sich das Verständnis von Freiheit als Verantwortung auf alle Lebensbereiche übertragen und zu den diversen Emanzipationsbewegungen beigetragen, allen voran derjenigen der Frauen, wird diesen Simone de Beauvoir 1949 mit Das andere Geschlecht ein existen-tialistische Verständnis von Selbstschöpfung vorschlagen. Jeder Vorlesungs-Teilnehmer sollte sich Sartres Das Sein und das Nichts in der Rowohlt-Ausgabe besorgen, da die Vorlesung ausgewählte Textstellen interpretiert.

Literatur: Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts, Rowohlt, Hamburg; Schönherr-Mann, Sartre – Philosophie als Lebensform, C.H. Beck; Schönherr-Mann, Gewalt, Macht, individueller Wi-derstand – Staatsverständnisse im Existentialismus, Nomos

Doktorandenseminar als Lektürekurs

(Interessierte sind willkommen)
Das Seminar behandelt vornehmlich klassische Texte der politischen Philosophie und steht interessierten fortgeschrittenen Studenten offen. Aktuell wird Horkheimer/Adorno, Dialektik der Aufklärung gelesen, in Kürze Carl Schmitt, Römischer Katholizismus und politische Form (Kein Scheinerwerb)
– wird während der vorlesungsfreien Zeit fortgesetzt; Teilnahme jederzeit möglich
Donnerstag 18.30-20h, Oettingen Str. 67, Raum 067
wird während der vorlesungsfreien Zeit fortgesetzt, 2 std.

Gastprofessor an der
UNIVERSITÄT INNSBRUCK
Fakultät für Bildungswissenschaften

Vorlesung
Bildung und Politik (103212)

Mittwoch 15:30-17:00 - Innrain 52, Hörsaal 6
Beginn 6.3. – 26.6.2019 – Klausur am 26.6.2019

Es geht zunächst darum die Geschichte des Verhältnisses zwischen Bildung und Politik seit den antiken Anfängen und speziell im 18. und 19. Jahrhundert vorzuführen. Dabei steht das Verhältnis von politischen Ordnungsvorstellungen und verschiedenen Vorstellungen von Er-ziehung und Bildung im Vordergrund. Natürlich werden auch die aktuellen Entwicklungen vor diesem Hintergrund diskutiert, z.B. der Bologna-Prozess und die Orientierung der Bildung an der Ausbildung zu ökonomischen Zwecken. Umgekehrt wird es darum gehen die Bedeutung der Allgemeinbildung speziell für die politische Bildung und damit für die politischen Partizi-pationsmöglichkeiten in demokratischen Gesellschaften vorzuführen.

Literatur:
Yair Auron, Der Schmerz des Wissens – Die Holocaust- und Genozid Problematik im Unter-richt, Lich 2005
Heinz Bude, Bildungspanik, München 2011
Amitai Etzioni, Die Entdeckung des Gemeinwesens, Frankfurt/M. 1998
Michel Foucault, Die Regierung des Selbst und der anderen, 2 Bde., Frankfurt/M. 2009
Hermann Giesecke, Didaktik der politischen Bildung, München 1976
Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit, Neuwied, Berlin 1962
Oskar Negt, Der politische Mensch, Göttingen 2010
Volker Reinhardt, Aspekte der politischen Bildung nach 1945, Hamburg 2004
Wolfgang Sander, Politik in der Schule – Kleine Geschichte der politischen Bildung Marburg 2004
Hans-Martin Schönherr-Mann, Involution oder Revolution – Vorlesungen über Medien, „Bildung und Politik“ an der Universität Innsbruck 2013-17, BoD, Norderstedt 2017; Die Macht der Verantwortung, Freiburg, München 2010
Ders., Was ist politische Philosophie, Frankfurt/New York 2012