Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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Entstehung und gesellschaftliche Wirkung hybrider Organisationen im lokalen Krisenmanagement (HybOrg)

Verbundprojekt der Universität Konstanz (Wolfgang Seibel), LMU München (Steffen Eckhard und Mattias Fatke) und ETH Zürich (Florian Roth); gefördert durch das BMBF (2018-2021)

Ziel des Verbundprojektes ist es, am Beispiel der sogenannten "Flüchtlingskrise" seit 2014 zu untersuchen, wie deutsche Verwaltungsinstitutionen auf und unterhalb der Landkreisebene Krisenmanagement betreiben und wie sie dabei zum Aufbau von brückenbildendem Sozialkapital beitragen können. Dieses wird als eine Kernvoraussetzung gesellschaftlicher Resilienz angesehen. Das Projekt möchte Verwaltungshandeln im Krisenmanagement erfassen, seine Auswirkungen auf gesellschaftlichen Zusammenhalt analysieren und konkrete Handlungsempfehlungen formulieren. Dabei wird das Augenmerk auf hybride Organisationsstrukturen gelegt, die gesellschaftliche Partizipation ermöglichen, und untersucht, welche Auswirkungen die öffentliche Wahrnehmung der lokalen Krisenbewältigung auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt hat.

Die ersten beiden Projektphasen des Verbundprojekts werden von den Projektpartnern gemeinsam durchgeführt. Im Anschluss an eine erste Konzeptionsphase setzen die Projektpartner unter Federführung der LMU München eine fragebogengestützte Kartierung des lokalen Krisenmanagements in allen 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten um. Dieses dient der Auswahl von Einzelfällen für die folgenden Untersuchungsschritte.

Es schließen sich zwei synchron stattfindende Erhebungsphasen an. Die Universität Konstanz führt in vier ausgewählten Landkreisen und kreisfreien Städten Interviews mit Vertreter/innen von Verwaltungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen durch. Diese werden daraufhin ausgewertet, wie diese Landkreise auf die Herausforderungen der sogenannten „Flüchtlingskrise“ reagierten und warum sich dabei hybride Organisationsstrukturen entwickelt und bewährt haben oder auch nicht. Unter Federführung der LMU München wird parallel dazu in denselben Landkreisen, sowie vier weiteren, eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt, um zu ermitteln, wie das Krisenmanagement von der Bevölkerung wahrgenommen wurde und wie sich der gesellschaftliche Zusammenhalt im Verlauf der Krise verändert hat.

In der abschließenden Transferphase werden zusammen mit Vertreter/innen aus Verwaltung und Zivilgesellschaft Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Projektteam an der LMU:

 

Link zur Webseite des Verbundprojekts (extern).