Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann

Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann

Professor für politische Philosophie

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Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft
Zentralsekretariat
Tel. 089 – 2180-9010
Fax 089 – 2180-9012
Oettingen Str. 67
80538 München

Telefon: 0171-4912592

Sprechstunde:
Sprechstunden nach Vereinbarung

Weitere Informationen

Aktuelle Themenbereiche

  • Politische Philosophie der partizipatorischen Demokratie bei Hannah Arendt und Michel Foucault; der Begriff der Involution als Abgrenzung der Zivilgesellschaft gegenüber dem zeitgenössischen Rechtspopulismus
  • Existentialismus
  • Bildung und Politik
  • Poststrukturalismus
Aktuelle Arbeitsprojekte
  • Das Blau des Sprachspiels – Wittgenstein und die politische Philosophie, Vorlesungen am Geschwister-Scholl-Institut 2003/2004; erscheint im Herbst 2017 bei BoD
  • Involution im Kontext der politischen Philosophie – Zur Geburt der Zivilgesellschaft aus dem Geist von 1968; erscheint 2018
  • Michel Foucault als politischer Philosoph; erscheint im Herbst 2018 in der Innsbruck University Press
  • Verteidigung Europas gegen Diskriminierung – Involution als Eros und Ethos der Zivilgesellschaft, erscheint 2018/19

 

Weitere Informationen:

Wissenschaftliches Symposion

veranstaltet von Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann, Geschwister-Scholl-Institut, Uni München
im Rahmen des Philosophischen Rau(s)chsalons
zum Thema:

Revolution 100 Years After – System, Geschichte, Struktur, Performanz einer politisch ökonomischen Theorie

Die blutigen Revolutionen in den letzten beiden Jahrhunderten haben die roman-tische Hoffnung auf eine gewaltgestützte Humanisierung der modernen Gesell-schaft verblassen lassen. Trotzdem beseelt einerseits der Traum einer schnellen umfassenden Gesellschaftsveränderung auch 100 Jahre nach der Oktoberrevoluti-on immer noch viele Gemüter. Andererseits spekulieren gar nicht wenige mit je-nem von Marx erwarteten Zusammenbruch des Kapitalismus, jüngst beispielswei-se Paul Masons Postkapitalismus. Marx hat denn auch die politisch ökonomischen Theorien der Revolution nachhaltig geprägt, wiewohl er damit nach Pierre Bour-dieu den Revolutionsbegriff in die Irre führte. Das Symposion soll diese Sachlagen reflektieren und vor allem danach fragen, welche Rolle die Idee der Revolution heute noch spielt.
Das wissenschaftliche Symposion schließt damit an eine Reihe von Vorträgen im Philosophischen Rau(s)chsalon an, die unter dem Titel Vergesst nicht . . . ! . . . die Revolution – Der philosophische Rau(s)chsalon 2013-2015 Bd. 2 – Baumann 13 (Edition fatal 2017) publiziert werden. Der Philosophische Rau(s)chsalon ist eine geschlossene Gesellschaft, die in 10 Jahren 55 Mal tagte.
Das Symposion steht allen Interessierten offen und wendet sich insbesondere an Lehrende und Studierende der LMU sowie der anderen Münchner Hochschulen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Wer auf dem Symposion vortragen möchte, wendet sich bitte an:
hmschmann@gsi.lmu.de
Ort des Symposions: Oettingenstr. 67 Raum L 155
Zeit: Samstag 4. November, Beginn 14h-23h; Sonntag 5. November 12h-20h
Das Symposion wird keinen festen Zeitplan haben. Nur die Reihenfolge der Vorträ-ge wird ca. 4 Wochen vor der Tagung festgelegt und publiziert auf den Webseiten:
http://www.gsi.uni-muenchen.de/personen/aplprof_pd/schoenherr-mann/index.html
http://schönherr-mann.de/
Für die einzelnen Vorträge mit Diskussion gibt es keine Zeitbegrenzung. Die Pau-sen zwischen den Vorträgen werden jeweils festgelegt. Das Symposion endet am Samstag 4. November spätestens um 23h. Bei Bedarf wird das Symposion am Sonntag 5. November um 12h fortgesetzt. Ende des Symposion spätestens 20h.

Vorläufige Reihenfolge der Vorträge:
Manuel Knoll: Aristoteles als Begründer der Theorie von politischen Revolutionen
Daniel Mirbeth: Ludwig XVI. und Nikolaus II. - sichtbares und unsichtbares Ver-schwinden der Monarchie.
Dominik Lehmann: Zum Ursprung und der Entwicklung des Revolutionsbegriffs in China
Valentina Tulechov: Der moralische Minimalismus am Beispiel der Samtenen Re-volution von 1989
Anil Jain: Fundamente revolutionärer Praxis: Widerspruch, Widerstreit, Wider-stand.
Peter Seyferth: Waren die G20-Krawalle revolutionär? Die Rolle des Aufstandes für den Kampf um Herrschaftsfreiheit
Andrea Umhauer: (Un)Möglichkeiten von gewaltfreiem Widerstand
Linda Sauer: Biedermann und die Avantgarde. Vom bürgerlichen Erwachen des Widerstands
Mario Beilhack: Die Angst vor der Terreur - über das bürgerliche Unbehagen mit der Revolution
Michael Bräustetter, Maximilian Hartung: Disruption - Jubiläum einer Theorie?
Markus Penz, Kelly Ortega: Entschleunigung der Revolution
Michael Löhr: "Revolution als medialer Sprung. McLuhans medientheoretische Geschichtsphilosophie"
Hans-Martin Schönherr-Mann: Was heißt friedliche Revolution?

Aktuelle Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/18

LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT MÜNCHEN
Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft

Vorlesung
(interdisziplinär und für das Studium generale, Seniorenstudium)
Übermensch und Wille zur Macht: Nietzsche, Also sprach Zarathustra

Montag 18.15h-20h Raum A 125, Geschwister-Scholl-Platz 1
Beginn: 17.10.2017 bis 12.2.2018


Die Vorlesung führt in Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ ein. Es geht primär um Nietzsches Lehre vom Übermenschen, im weiteren um seine Idee des Willens zur Macht und um die ewige Wiederkunft des Gleichen. Einerseits widerspricht Nietzsche dem Fortschrittsdenken, andererseits entwickelt er im ‚Zarathustra‘ eine individualistische Ethik, die die individuelle Verantwortung, die Zivilgesellschaft und die demokratische Partizipation im 20. Jahrhundert antizipiert. Charles Taylor betrachtet Nietzsche als Wortführer einer Ethik der Authentizität, die im 19. Jahrhundert noch eine Randerscheinung war – nach Georg Simmel unterliegt das Individuum der Kulturentwicklung – die aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Massenbewegung wurde und die seit den Siebzigern das Gesicht von Politik und Gesellschaft nachhaltig veränderte. Jeder Teilnehmer sollte sich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ besorgen, da die Vorlesung ausgewählte Textstellen interpretiert.
Literatur: Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra, Kritische Studienausgabe Bd. 4; Arthur Danto, Nietzsche als Philosoph; Gilles Deleuze, Nietzsche und die Philosophie; Karl Löwith, Von Hegel zu Nietzsche – der revolutionäre Bruch im Denken des 19. Jahrhun-derts; Schönherr-Mann, Der Übermensch als Lebenskünstlerin – Nietzsche, Foucault und die Ethik

Doktorandenseminar

Donnerstag 18st-19.30h, Oettingen Str. 67, Raum 067
wird während der vorlesungsfreien Zeit fortgesetzt, 2 std.

Hochschule für Politik, München
TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN

Vorlesung und Hauptseminar (zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Weiß):
Grundbegriffe und Grundpositionen der Politischen Theorie

Montag 15.45h-17.15h


Diese Kombination zweier Lehrveranstaltungstypen orientiert sich an zwei Zieloptionen: Zum einen kann ein Hauptseminarschein zu den üblichen Bedingungen für Hauptseminare erworben werden. In den Sitzungen, für die keine Referate anstehen, wird der jeweilige Dozent in der Art einer Vorlesung zu einem Thema vortragen.
Die erste Hälfte der Sitzungen – geleitet von Ulrich Weiß – thematisiert mit Macht, Herrschaft und Autorität drei grundlegende Kategorien politischen Denkens. Dabei sollen ideen-geschichtlich wie systematisch wichtige Theorien kombiniert werden mit einem mythischen Narrativ (Gründung des alten Rom) und historisch-konkreten Beispielfällen (Peloponnesi-scher Krieg, Konkurrenz von geistlichen und weltlichen Herrschaftsansprüchen im europäischen Mittelalter, konfliktäre Legitimitäten in der Englischen Revolution).
Die zweite Hälfte der Sitzungen – geleitet von Hans-Martin Schönherr-Mann – setzt sich mit folgenden Grundpositionen der Politischen Theorie auseinander: Platon und der Platonismus, Aristoteles und der Kommunitarismus, der Liberalismus von Locke und Rawls, Marx und der Neomarxismus, Pragmatismus und Neopragmatismus, Konsens- vs. Dis-sens-Theorien. Es geht primär darum zu verdeutlichen, wie sich die Grundpositionen des politischen Denkens in späteren und aktuellen Ansätzen wiederholen, umsetzen und verschieben, um damit auf Probleme ihrer jeweiligen Zeit zu antworten.
Beide Teile der Lehrveranstaltung verstehen sich als Angebot, die Studenten möglichst gut auf die letzte Phase ihres Studiums vorzubereiten. Diesem Zweck dient eine thematisch breite Ausrichtung ebenso wie der hohe Stellenwert gemeinsamer Diskussion.
Texte und Literaturhinweise werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.