Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann

Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann

Professor für politische Philosophie

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Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft
Zentralsekretariat
Tel. 089 – 2180-9010
Fax 089 – 2180-9012
Oettingen Str. 67
80538 München

Telefon: 0171-4912592

Sprechstunde:
Sprechstunden nach Vereinbarung

Weitere Informationen

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

  • Politische Philosophie der partizipatorischen Demokratie bei Hannah Arendt und Michel Foucault; der Begriff der Involution als Abgrenzung der Zivilgesellschaft gegenüber dem zeitgenössischen Rechtspopulismus
  • Existentialismus
  • Bildung und Politik
  • Politische Lebenskunst und demokratisches Selbstverständnis aus dem Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus heraus

 

Weitere Informationen:

Aktuelle Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT MÜNCHEN
Geschwister-Scholl-Institut für politische Wissenschaft

Vorlesung
(interdisziplinär und für das Studium generale, Seniorenstudium)
Zur Genealogie des Denkens von Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie (1857/58)
Montag 20.15h-22h Raum B 006 Geschw.-Scholl-Pl. 1 (B)
Beginn: 24.4. bis 24.7.2017
Die Vorlesung führt in Marx „Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie“ ein – ein Manuskript das erst 1960 entdeckt wurde und das den Weg in Marx Hauptwerk „Das Kapital“ bereitet. Marx denkt hier schon nicht mehr im Stile der Frühschriften von 1844. Entfremdung verdankt sich nur noch der Trennung des Arbeiters von seinem Produkt. Im berühmt gewordenen Abschnitt über das „Maschinenfragment“ entwirft er eine Mehrwertproduktion aus der großen Maschinerie heraus, nicht durch lebendige Arbeit – einen Gedanken, den er nicht weiter verfolgen wird. An ihn schließt Habermas in den sechziger Jahren an. 2016 stützt sich Paul Mason in seinem Buch „Postkapitalismus“ auf dieses Fragment und deutet es im Sinne eines Niedergangs der Profitrate. Für Mason wird der Kapitalismus an der Informationstechnologie zerbrechen, die die Mehrwertproduktion zerstört – man denken an Wikipedia und Linux. Jeder Teilnehmer sollte sich den Text der Grundrisse besorgen, da die Vorlesung ausgewählte Textstellen interpretiert.
Literatur: Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, MEW Bd. 42, Berlin 1983; Paul Mason, Postkapitalismus – Grundrisse einer kommenden Ökonomie, Berlin 2016.

Doktorandenseminar
Mittwoch (8.3.-28.6.), Donnerstag (ab 6.7.) 18st-19.30h, Oettingen Str. 67, Raum 169
wird während der vorlesungsfreien Zeit fortgesetzt, 2 std.

 

Hochschule für Politik, München
TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN

Vorlesung:
Grundprobleme der politische Philosophie und der politischen Theorie
Montag 17.30h-19h
24.4., 8.5., 15.5., 22.5., 29.5. 12.6., 19.6., 26.6., 3.7, 10.7., 17.7., 24.7.
Die Vorlesung erläutert die zentralen politisch theoretischen Fragen und Probleme: Das Verhältnis von Politik und Anthropologie, von Politik und Ethik, Legitimität der politischen Ordnung, Recht und Rationalisierung, Macht und Gewalt, politisches Handeln, Freiheit und Gleichheit, Individualismus und Gemeinschaftsorientierung, Staat und Zivilgesellschaft, Medien, Hermeneutik als politische Philosophie, linguistische politische Philosophie. Insofern ist sie auch als Prüfungsvorbereitung gedacht.
Literatur:
H.-M. Schönherr-Mann: Was ist politische Philosophie, Campus Studium 2012; ders.: Politik zwischen Verstehen und Werten – Hermeneutik als politische Philosophie, SVH 2016; ders.: Globale Normen und individuelles Handeln – Die Idee des Weltethos aus emanzipatorischer Perspektive, K&N 2010.

 

Gastprofessor an der
LEOPOLD-FRANZENS-UNIVERSITÄT INNSBRUCK
Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung

Vorlesung
Bildung und Politik (103212)
Donnerstag 15:30-17:00 - Innrain 52, Hörsaal 6
Beginn 9.3. – 29.6.2017

Es geht zunächst darum die Geschichte des Verhältnisses zwischen Bildung und Politik seit den antiken Anfängen und speziell im 18. und 19. Jahrhundert vorzuführen. Dabei steht das Verhältnis von politischen Ordnungsvorstellungen und verschiedenen Vorstellungen von Erziehung und Bildung im Vordergrund. Natürlich werden auch die aktuellen Entwicklungen vor diesem Hintergrund diskutiert, z.B. der Bologna-Prozess und die Orientierung der Bildung an der Ausbildung zu ökonomischen Zwecken. Umgekehrt wird es darum gehen die Bedeutung der Allgemeinbildung speziell für die politische Bildung und damit für die politischen Partizipationsmöglichkeiten in demokratischen Gesellschaften vorzuführen.
Literatur:
Yair Auron, Der Schmerz des Wissens – Die Holocaust- und Genozid Problematik im Unterricht, Lich 2005
Heinz Bude, Bildungspanik, München 2011
Amitai Etzioni, Die Entdeckung des Gemeinwesens, Frankfurt/M. 1998
Michel Foucault, Die Regierung des Selbst und der anderen, 2 Bde., Frankfurt/M. 2009
Hermann Giesecke, Didaktik der politischen Bildung, München 1976
Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit, Neuwied, Berlin 1962
Oskar Negt, Der politische Mensch, Göttingen 2010
Volker Reinhardt, Aspekte der politischen Bildung nach 1945, Hamburg 2004
Wolfgang Sander, Politik in der Schule – Kleine Geschichte der politischen Bildung Marburg 2004
Hans-Martin Schönherr-Mann, Die Macht der Verantwortung, Freiburg, München 2010
Ders., Was ist politische Philosophie, Frankfurt/New York 2012