Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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Aktuelles

Online-Tagung am 3. und 4. Dezember 2021

Demokratie und Repräsentation. Zur Bedeutung der Repräsentationstheorie Eric Voegelins

Der Zusammenhang von Demokratie und Repräsentation gehört zu den Grundfragen der Politikwissenschaft und der politischen Philosophie. Die heute von manchen Beobachtern und Akteuren diagnostizierte Krise der Repräsentation in den westlichen Demokratien begleitet diese letztlich von Beginn an. Die Tagung beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten und diskutiert dabei insbesondere die Frage, inwieweit die politische Philosophie Eric Voegelins zu einem besseren Verständnis des Repräsentationsproblems beitragen kann.

Freitag, 3. Dezember 2021, 16.00 - 19.00 Uhr

  • Nicoletta Scotti Muth (Mailand) / Christian Schwaabe (München): Begrüßung
  • Giuliana Parotto (Trieste): Einführung
  • Giuseppe Duso (Padova): Die Repräsentation jenseits der repräsentativen Demokratie
  • Bernat Torres Morales / Roger Castellanos (Barcelona): Voegelin on Hobbes: the idea of the everlasting constitution.
  • Anton Schütz (Wien): Voegelins Ordnungskonzeption und die rezente These vom 'normalen‘ Ausnahmezustand

Samstag, 4. Dezember 2021, 9.30 - 12.00 Uhr

  • Gabriele De Anna (Udine / Bamberg): Representation and political identity
  • Arpad Szakolczai (Cork / Firenze): Representation: From principle to trick
  • Giuliana Parotto (Trieste): Konstitutioneller und existentieller Sinn der Repräsentation: Eric Voegelin und die Krise der Repräsentativen Demokratie”

Registrierung und Teilnahme an der online-Tagung unter:
https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZUkduugqjoiHNJIx2lZ5Fm8CA5XQjsq3xu1


Neuerscheinung: Voegelin Studies im Fink Verlag

In Kooperation mit der Eric-Voegelin-Gesellschaft München gibt das Zentrum eine neue Zeitschrift heraus: die Eric-Voegelin-Studies (Fink Verlag)

Voegelin Studies Suppl 1


Repräsentation und Wahrheit. Annäherungen an Eric Voegelins politische Philosophie
Tagung zum 60. Jubiläum der deutschen Erstveröffentlichung der New Science of Politics

Freitag, 22. November 2019, 15.00 - 19.00 Uhr

Nicoletta Scotti Muth (Mailand) / Christian Schwaabe (München): Begrüßung und Einführung
Hans-Jörg Sigwart (Aachen): Repräsentation und Wahrheit in der Neuen Wissenschaft der Politik
Gabriele De Anna (Bamberg / Udine): Individuelles Handeln und politische Erkenntnis in Eric Voegelins Neuer Wissenschaft der Politik
Bernat Torres Morales (Barcelona): The Presence of Plato in the New Science of Politics

Samstag, 23. November 2019, 9.00 - 12.00 Uhr

Bjørn Thomassen (Roskilde): The new Totalitarianism in Perspective. The Reception of the New Science of Politics in Italy
Jürgen Gebhardt (Erlangen): „Zu Krieg und Schlacht, heißt es, o Sokrates, gilt es rechtzeitig zur Stelle sein” - zur intellektuellen Intention und Programmatik der New Science of Politcs
Podiumsdiskussion mit allen Referenten

Veranstaltungsort: LMU-Hauptgebäude, Hörsaal B 006

 

 

ETHOS UND POLITIK IN DER LYRIK STEFAN GEORGES

Vortrag von Dr. William Petropulos

 

Samstag, 9. Dezember, 10.15-12.00 Uhr

Hörsaal A 021, Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1

 



INTERNATIONALER WISSENSCHAFTLICHER KONGRESS am 15. und 16. Mai 2017:

Israel und die kosmologischen Reiche des alten Orients. Symbole der Ordnung in Eric Voegelins Order and History, Band 1

Eine Veranstaltung des Voegelin-Zentrums am GSI in Zusammenarbeit mit der Università Cattolica del Sacro Cuore (Mailand) und der Eric-Voegelin-Gesellschaft (München)

Veranstaltungsort: Hochschule für Philosophie, München, Kaulbachstr. 31 a

Finanziell gefördert mit Mitteln der Fritz Thyssen Stiftung.

Montag, 15. Mai 2017

09:00 –13:00 Uhr: PANEL 1. ZIVILISATIONSFORMEN
• Nicoletta Scotti Muth (Università Cattolica del Sacro Cuore, Milano): Die Anwendung des klassischen Form-Begriffes in Order and History, Bd. 1
• Peter Machinist (Harvard University): Eric Voegelin and his Orientalist Critics: The Case of William F. Albright
• Dietrich Wildung (FU Berlin): Zeitlos – Zum Geschichtsbild der alten Ägypter
• Giorgio Buccellati (University of California, Los Angeles): The Cosmos before Cosmology. Forebodings of Order in Prehistory

15:00 –19:00 Uhr: PANEL 2. ORDNUNG UND GESCHICHTE
• Massimo Marassi (Università Cattolica del Sacro Cuore, Milano): Die symbolische und transzendentale Struktur der Geschichte: Order and History, Bd. 1
• Friedhelm Hartenstein (LMU München): Israels ‚Entdeckung‘ der Geschichte als hermeneutischer Schlüssel für Eric Voegelins Order and History
• John Milbank (University of Nottingham): Order, Representation and Liturgy: Voegelin’s Platonic and Biblical Metahistory

Dienstag, 16. Mai 2017

09:30 –13:00 Uhr: PANEL 3. AUS DEM ALTEN TESTAMENT
• Dominik Markl SJ (Instituto biblico, Roma): Divine Law and the Emergence of Monotheism
• Eckart Otto (LMU München): Assyria and Israel. The Political Theory of the Book of Deuteronomy and its Reception by Max Weber and Eric Voegelin
• Ignacio Carbajosa (Universidad San Dámaso, Madrid): ‘The Exodus of Israel from itself ’: the Role of the Prophets in Voegelin’s Israel and Revelation

15:00 –19:00 Uhr: PANEL 4. ISRAEL UND OFFENBARUNG
• Marvin A. Sweeney (Claremont School of Theology): Judaism and Revelation
• David Walsh (The Catholic University of America, Washington DC ): Voegelin’s Handling of the Event of Revelation in Israel and Revelation
• Catherine Chalier (Université Paris Ouest): What about Judaism in Voegelins Order and History?

Weitere Informationen: schwaabe@lrz.uni-muenchen.de

Workshop am 9. und 10. Dezember 2016

ZIVILISATION UND WELTGESCHICHTE
Eric Voegelins Auseinandersetzung mit den universalhistorischen Ansätzen von Augustinus, Jaspers und Toynbee

Hauptgebäude der LMU, Raum A 214, Geschwister-Scholl-Platz 1

Freitag, 9. Dezember 2016, 16:30–18:00 Uhr

Giuliana Parotto (Università di Trieste): Saeculum senescens. Eric Voegelin deutet die Geschichtsauffassung von Augustinus

Samstag, 10. Dezember 2016, 10:00–12:30 Uhr

Harald Bergbauer (Hochschule für Politik München): Eric Voegelins Konzept der Universalgeschichte vor dem Hintergrund von Jaspers' Theorie der Achsenzeit

Matthias Schmid (LMU München): Die Einheit der Menschheit in der Vielfalt der geschichtlichen Zivilisationen. Anmerkungen zu Eric Voegelins Toynbee-Rezeption

Gemeinsame Tagung des Voegelin-Zentrums am GSI und des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden:

Der Totalitarismus und die Abgründe der Moderne.
Zur Aktualität eines Disputs zwischen Hannah Arendt und Eric Voegelin


  • Freitag, 13. November und Samstag, 14. November 2015
  • Raum A 214, Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1

Workshop am 13. Dezember 2014

Menschsein und Geschichte.
Eine Annährung an Eric Voegelins „The Ecumenic Age“

  • Termin: Samstag, 13. Dezember 2014, 10-18 Uhr
  • Ort: Geschwister-Scholl-Institut, Oettingenstraße 67, Raum 115#
  • Veranstalter: Voegelin-Zentrum am Geschwister-Scholl-Institut der LMU, Eric-Voegelin-Gesellschaft München
  • Programm (pdf)

Vortrag am Freitag, 6. Dezember 2013, 18 Uhr

Prof. em. Dr. Jürgen Gebhardt:

Zivilisationsprozess und Symbolformen politischer Ordnung

Hörsaal B 106, Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1

 

Wissenschaftliche Tagung am 8. Dezember 2012, LMU München:

Politik, Repräsentation und Wahrheit: 60 Jahre Eric Voegelins "The New Science of Politics"

new science bookVor sechzig Jahren veröffentlichte Eric Voegelin seine berühmten Walgreen Lectures unter dem Titel “The New Science of Politics”. Voegelin zielte darin auf nichts Geringeres als eine Grundlegung politischer Wissenschaft in einer „Theorie des Menschen in geschichtlicher und gesellschaftlicher Existenz“. Nach einer scharfen Kritik am Positivismus, an dessen „Subordination der theoretischen Relevanz unter die Methode“, versucht Voegelin eben dies: die Wiederherstellung der theoretischen Relevanz politischer Wissenschaft durch Rückgang auf Aristoteles und Platon. Vor allem der Begriff der Repräsentation in einem „existentiellen“ Sinn rückt dabei für Voegelin ins Zentrum, um Fragen politischer Ordnung auf philosophische Fundamentalfragen einer Ordnung des Seins rückbeziehen zu können. Dies mündet am Ende der „Neuen Wissenschaft“ in die berühmte Verurteilung der Moderne als gnostische Deformation der Grundsätze menschlicher Existenz.

Das Werk wurde seinerzeit von der Fachwelt mit großem Interesse aufgenommen, traf hier aber auch auf Kritik und Ablehnung. Zur Überraschung des Autors wurde das Werk auch ein populärer Erfolg – nicht zuletzt deshalb, weil das Nachrichtenmagazin TIME am  15. März 1953 Themen des Buches zum Gegenstand der Titelstory gemacht hatte. Heute gilt das Buch als Klassiker der politischen Theorie. Die Tagung am 8.12.2012 widmete sich dem Werk und seiner Wirkung, wobei zentrale Aussagen Voegelins einer erneuten Lektüre aus der Perspektive aktueller Fragen und heutiger Forschungsergebnisse unterzogen wurden. Die Beiträge wurden teilweise in der Reihe der Occasional Papers veröffentlicht.

Referenten:

  • Prof. Dr. Manfred Henningsen (Hawaii): Eric Voegelins Neue Wissenschaft der Politik: Rekonstruktion und Kritik
  • Dr. Christopher Schlembach (Wien): Neue Wissenschaft in der neuen Welt: Voegelins Positivismuskritik im Angesicht einer krisenhaften Moderne
  • Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig (Passau): Zurück zum Beginn? Voegelins Aktualisierung der Antike
  • Prof. Dr. Alexander Demandt (Berlin): Abkehr vom Zeitgeist. Epochen der Kulturkritik

Podiumsdiskussion:

  • Moderation: Dr. Gilbert Weiss-Lanthaler (Salzburg)
  • mit einem einleitenden Statement von Prof. Dr. Hubertus Buchstein (Greifswald)

Tagungsprogramm


Wintersemester 2012/13

Multiple Secularities. Politik und Religion in der „postsäkularen“ Gesellschaft

PD Dr. Christian Schwaabe, Hauptseminar PT, 2-stündig, Mo 14-16

Die Moderne gilt als eine Epoche der Rationalisierung, Entzauberung und Säkularisierung. Im Selbstverständnis liberaler Demokratien ist Religion privatisiert, der öffentliche Vernunftgebrauch soll sich auf „vorletzte“ Fragen beschränken. Dieses Bild einer säkularen Moderne wurde schon durch den Erfolg „politischer Religionen“, etwa des Nationalsozialismus, ein Stück weit relativiert. Seit einiger Zeit aber erlebt die Religion in den öffentlichen wie auch wissenschaftlichen Debatten eine wahre Renaissance. Dabei geht es nicht bloß um religiösen Fundamentalismus, sondern um verschiedenste Phänomene einer „Resakralisierung“ inmitten der nur scheinbar säkularisierten Gesellschaften des Westens. In der Übung wird untersucht, welche Bedeutung diese (neuen wie auch alten) Formen von „Religion“ für Politik und Gesellschaft haben.

Literatur: Fischer, Karsten, Die Zukunft einer Provokation. Religion im liberalen Staat, Berlin 2009; Hildebrandt, Mathias / Brocker, Manfred / Behr, Hartmut (Hrsg.), Säkularisierung und Resakralisierung in westlichen Gesellschaften. Ideengeschichtliche und theoretische Perspektiven, Wiesbaden 2001; Inglehart, Ronald / Norris, Pippa, Sacred and Secular. Religion and Politics Worldwide, Cambridge 2004; Joas, Hans / Wiegandt, Klaus (Hrsg.), Säkularisierung und die Weltreligionen, Frankfurt a.M. 2007; Minkenberg, Michael / Willems, Ulrich (Hrsg.), Politik und Religion, Politische Vierteljahresschrift Sonderheft 33/2002.


 

fischer buchKarsten Fischer

Die Zukunft einer Provokation. Religion im liberalen Staat

Berlin University Press 2009, 270 Seiten, ISBN 978-3-940432-65-0

Politik und Religion sind – vom ersten Säkularisierungsschub im antiken Griechenland über das mittelalterliche Gottesgnadentum weltlicher Herrschaft bis zum neuzeitlichen Verfassungsstaat hin – in ihrem schwierigen Verhältnis nur historisch zu verstehen. Die Zukunft der wechselseitigen Provokation zwischen Religion und Politik hängt davon ab, dass religiöse Gemeinschaften, komplementär zur Liberalität des Verfassungsstaates, eine religiöse Liberalität ausbilden. Eine freiwillige Bereitschaft, Geltungsansprüche zu privatisieren und abweichende demokratische Entscheidungen zu akzeptieren sowie abweichende religiöse Überzeugungen zu tolerieren.

Karsten Fischer bei BUP

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