Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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DAAD-Workshop zu "Frozen Conflicts"

Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Politische Systeme und Europäische Integration mit der Pädagogischen Universität „Ion Creanga” in Chișinău/Moldau

28.05.2014

Im Rahmen des Programms Konfliktprävention in der Region Südkaukasus/Zentralasien und Moldau des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) organisierte der Lehrstuhl für Politische Systeme und Europäische Integration in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Pädagogischen Universität "Ion Creanga" von 12.-17. Mai 2014 einen Workshop zu postsowjetischen "Frozen Conflicts". Die Veranstaltung in Chișinău (Republik Moldau) brachte Studierende, junge Wissenschaftler, Praktiker und Experten aus den Fachrichtungen Geschichte, Politikwissenschaft und Kommunikations-wissenschaft im Rahmen eines einwöchigen Workshops zusammen.

DAAD-Projekt

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshop-Teilnehmer vor der Staatlichen Pädagogischen Universität "Ion Creanga"

Unter dem Titel "Frozen Conflicts in the European Neighbourhood" widmeten sich Teilnehmer aus Moldau, Deutschland, Kirgisistan, Kasachstan, Rumänien und der Ukraine einem spannenden und aktuellen Thema. Der Workshop gliederte sich in drei Teile. Der erste Teil gab einen Überblick über die aktuellen Konflikte in der europäischen Nachbarschaft. Der regionale Fokus der diversen Expertenvorträge  lag dabei auf Zentralasien und dem Kaukasus sowie insbesondere auf dem Transnistrien-Konflikt, der vom Dekan der historischen Fakultät der Staatlichen Pädagogischen Universität "Ion Creanga", Dr. Sergiu Musteata, dargestellt wurde.

Dr. Christoph Schnellbach (LMU München) erörterte in seinem Vortrag – nach einer definitorischen und konzeptionellen Einordnung – die eingefrorenen Konflikte in Europa. Anschließend legte er Konfliktursachen sowie Präventionsmechanismen aus EU-Sicht dar. Dabei wurden sowohl die Schwierigkeiten als auch die Potentiale der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik bei der Konfliktbearbeitung in der östlichen Nachbarschaft erläutert.

Im zweiten Teil des Workshops entwickelten die Teilnehmer unter Leitung von Sebastian Schäffer (CAP München/ SeminarsSimulationsConsulting Europe) und Christoph Schnellbach eine Simulation der 5+2-Gespräche im Rahmen des Transnistrien-Konflikts. Neben der Vermittlung der didaktischen Methode "Planspiel" legte dieser Abschnitt besonderes Augenmerk auf die Konfliktlösung in der Region "östliches Europa". Aufbauend auf den Fachvorträgen und der Simulation konzentrierte sich der letzte Themenabschnitt des Workshops auf die Rolle von Medien und Kommunikation in Konflikten. Dabei wurden in mehreren thematischen Abschnitten Theorie und konkrete Fallbeispiele zusammengeführt. Der Workshop schloss mit einer Evaluation der Gesamtmaßnahme.