Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
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Aktuelle Lehrveranstaltungen

Lehrstuhl Prof. Dr. Klaus H. Goetz, Lehrplan Sommersemester 2018

 

Vorlesungen

 

Vergleichende Politikwissenschaft

Dr. Bartek Pytlas

Di 12.00-14.00 Uhr

 

Seminare: Vergleichende Politikwissenschaft

 

Conceptualizing European party systems

Dr. Michael Koß

Mo 18:00-20:00

Elmer Schattschneider’s famous assertion that “democracy is unthinkable save in terms of parties” remains undisputed to this day. However, Frank Zappa once said that “jazz isn’t dead, it just smells funny”, and to a certain extent this is also true for political parties. The reputation of parties with respect to their ideological, organizational, or personal performance is increasingly questioned by the public and scholars alike. The question this seminar asks is how to empirically reach conclusions about the basic properties of party systems. The goal of this seminar is to familiarize students with basic indicators party systems such as the effective number of parties, electoral volatility, disproportionality, party system closure, and polarization. Building on this, the seminar will help students to typologize European party systems on an empirical basis. This ultimately allows for systematic comparisons, both over time and space.

Literatur:

  • Ignazi, Piero (2017). Party and Democracy. The Uneven Road to Party Legitimacy. Oxford: Oxford University Press.
  • Mair, Peter (1997). Party System Change: Approaches and Interpretations. Oxford: Oxford University Press.
  • Scarrow, Susan E., Paul D. Webb & Thomas Poguntke (Hrsg.) (2017). Organizing Political Parties Representation, Participation, and Power. Oxford: Oxford University Press.

 

Die Demokratisierung Europas

Dr. Michael Koß

Di. 10:00-12:00

Der jüngste jährliche Demokratiebericht von Freedom House kommt zu einem düsteren Urteil: nicht nur sinkt das Demokratieniveau in der Welt zum elften Mal in Folge, mittlerweile sind auch etablierte und nicht nur neue Demokratien maßgeblich betroffen. Dieser Befund ist Grund genug, danach zu fragen, was eigentlich die bislang umfang- und erfolgreichste Welle der Demokratisierung, nämlich die in Europa zwischen 1866 und 1918 bzw. 1945, ermöglicht hat. Lernziel der Übung ist es, die Studierenden mit den wichtigsten Erklärungsmodellen für den Verlauf der Demokratisierung Europas bis 1945 vertraut zu machen. Die Übung ist deshalb als Lektürekurs angelegt. Am Ende des Seminars sollen die Studierenden die wichtigsten Erklärungen nicht nur kennen, sondern auch auf der Basis systematischer Ländervergleiche kritisch hinterfragen können.

Literatur:

  • Acemoglu, Daron & James A. Robinson (2006). The Economic Origins of Dictatorship and Democracy. Cambridge: Cambridge University Press.
  • Berins Collier, Ruth (1999). Paths Towards Democracy: The Working Class and Elites in Western Europe and South America. Cambridge: Cambridge University Press.
  • Ziblatt, Daniel (2017). Conservative Parties and the Birth of Democracy. Cambridge: Cambridge University Press.

 

How Did Europe Democratize?

Dr. Michael Koß

Di 14:00-16:00

The most recent annual Freedom House report on political rights and civil liberties comes to gloomy conclusions: not only is the 11th consecutive report in which democratic declines outnumbered improvements, decline now also affects established democracies and not only new and emerging ones. Against the background of this democratic decline, the seminar addresses the question how to explain the largest and most successful wave of democratization (that of Europe between 1866 and 1918/45) in the first place. The goal of this seminar is to familiarize students with the most important explanations for the democratization of Europe. For this purpose, regular reading is essential and students will be assigned book chapters from one seminar meeting to the other (virtually all explanations for the democratization of Europe have been presented in book form). Ultimately, students will be able to critically assess the explanations and come to a better understanding of the challenges established democracies currently face.

Literatur:

  • Acemoglu, Daron & James A. Robinson (2006). The Economic Origins of Dictatorship and Democracy. Cambridge: Cambridge University Press.
  • Berins Collier, Ruth (1999). Paths Towards Democracy: The Working Class and Elites in Western Europe and South America. Cambridge: Cambridge University Press.
  • Ziblatt, Daniel (2017). Conservative Parties and the Birth of Democracy. Cambridge: Cambridge University Press.

 

Parteien in Europa und ihre Typologisierung

Dr. Michael Koß

Mo 14:00-16:00

Nach wie vor gilt Elmer Schattschneiders Diktum, demzufolge Demokratie nur im Zusammenhang mit politischen Parteien denkbar ist. Allerdings lässt sich Frank Zappas These, dass Jazz nicht tot sei, sondern nur seltsam rieche, mittlerweile auch auf Parteien anwenden. Um das Ansehen und die organisatorische, ideologische und personelle Konstanz von Parteien war es schon besser bestellt. Doch was heißt das konkret, „besser bestellt“? Die Parteienforschung hat sich in den letzten Jahrzehnten zusehends von solchen luftigen Werturteilen weg zu einer empirischen Erforschung von Parteien und Parteiensystem anhand von intersubjektiv nachprüfbaren Indikatoren entwickelt. Zu nennen wäre hier die effektive Zahl von Parteien, die Disproportionalität, die Volatilität, die Schließung von Parteiensystemen sowie die Polarisierung. In diesem Seminar sollen all diese Indikatoren vorgestellt und auf ausgewählte europäische Demokratien angewendet werden. Darüber hinaus sollen Typologien ganzer Parteiensysteme vorgestellt werden. Lernziel der Übung ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, die wichtigsten Indikatoren und Typologien von Parteiensystemen aktiv und passiv anzuwenden. Dazu müssen Sinn und Zweck bekannt sein sowie die Ermittlung dieser Indikatoren beherrscht werden. Dies ermöglicht es schließlich, die Ausprägungen der Indikatoren zu interpretieren und Typen zuzuordnen. Auf die Weise können Parteiensysteme systematisch verglichen werden, sowohl in Zeitverlauf als auch international.

Literatur:

  • Ignazi, Piero (2017). Party and Democracy. The Uneven Road to Party Legitimacy. Oxford: Oxford University Press.
  • Mair, Peter (1997). Party System Change: Approaches and Interpretations. Oxford: Oxford University Press.
  • Scarrow, Susan E., Paul D. Webb & Thomas Poguntke (Hrsg.) (2017). Organizing Political Parties Representation, Participation, and Power. Oxford: Oxford University Press.

 

Koalitionsregierungen in vergleichender Perspektive

Dr. Martin Gross

Di 8:00-10:00

Diese Übung beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Koalitionsregierungen in west- und osteuropäischen Staaten. Zunächst werden die verschiedenen Theorien zur Koalitionsbildung mit ihren Stärken und Schwächen behandelt. Anschließend nimmt die Übung unterschiedliche Erklärungsansätze zur Dauer und Komplexität von Koalitionsverhandlungen in den Blick. Drittens wird das Regieren in Koalitionen in vergleichender Perspektive betrachtet. Abschließend wird auf die Faktoren eingegangen, die zur (vorzeitigen) Beendigung von Koalitionsregierungen führen können. Im Mittelpunkt der Übung stehen sowohl theoretische als auch empirische Arbeiten zu den einzelnen Aspekten koalitionären Regierens auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Ziel der Übung ist es, dass die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Koalitionsforschung bekommen.

Literatur:

  • Bräuninger, Thomas/Debus, Marc (2012): Parteienwettbewerb in den deutschen Bundesländern. Wiesbaden: VS Verlag.
  • Kropp, Sabine/Schüttemeyer, Suzanne/Sturm, Roland (Hrsg.) (2002): Koalitionen in West- und Osteuropa. Opladen: Leske + Budrich.
  • Laver, Michael/Shepsle, Kenneth A. (1996): Making and Breaking Governments. Cambridge: Cambridge University Press.
  • Müller, Wolfgang C./Strøm, Kaare (Hrsg.) (2000): Coalition Governments in Western Europe. Oxford: Oxford University Press.
  • Strøm, Kaare/Müller, Wolfgang/Bergman, Torbjörn (Hrsg.) (2010): Cabinets and Coalition Bargaining: The Democratic Life Cycle in Western Europe. Oxford: Oxford University Press.

 

Parteiensysteme in Westeuropa

Dr. Tanja Zinterer

Di 10:00-12:00

In zahlreichen Ländern der Europäischen Union haben die Parteiensysteme in den letzten Jahren erhebliche Umbrüche erfahren. Mögliche Gründe dafür sind neue Cleavages, die u.a. das Aufkommen rechtspopulistischer Parteien begünstigen. In der Übung werden wir uns zunächst mit Parteisystemtypologien und mit Theorieansätzen zur Entwicklung und Veränderung von Parteiensystemen beschäftigen, bevor wir einzelne Parteiensysteme, etwa in Frankreich, Spanien, Belgien und Italien in ihrer Entwicklung genauer betrachten und mit dem bundesdeutschen Parteiensystem vergleichen.

Literatur:

  • Grande, Edgar/Kriesi Hanspeter u.a. 2008: "West European Politics in the Age of Globalization", Cambridge.
  • Lorenzini, J./Hutter, S./Kriesi, P. 2016: The restructuring of the Western European Party space in the crisis: a comparative study of Austria, France and Germany, in Iglesias-Rodriguez, P./Triandafyllidou, A./Gropas, R. (Hrsg.): After the financial crisis. Shifting legal, economic and political paradigms, Palgrave-Macmillan, 241-269.
  • Niedermayer, O. 2008: "Parteiensysteme", in: Gabriel, O./Kropp, S. (Hrsg.) Die EU-Staaten im Vergleich. Strukturen, Prozesse, Politikinhalte. Wiesbaden: Springer VS, 351-388. (Zugang über LMU-Kennung).
  • Stöss, R./Haas, M./Niedermayer, O. 2007: "Parteiensysteme in Westeuropa: Stabilität und Wandel", in: Niedermayer, O./ Stöss, R./ Haas, M. (Hrsg.) Die Parteiensysteme Westeuropas. Wiesbaden: Springer VS, 7-37. (Zugang über LMU-Kennung).

 

Schlüsselwerke der vergleichenden Politikwissenschaft

Dr. Tanja Zinterer

Do 10:00-12:00

In der Vergleichenden Politikwissenschaft gibt es zahlreiche Studien, die schon seit Langem oder auch erst seit Kurzem als Klassiker gelten und die Disziplin stark geprägt haben. Aber was macht aus einer politikwissenschaftlichen Studie ein Schlüsselwerk? Welcher Grad der Abstraktion und Theoriebildung ist nötig? In der als Lektürekurs angelegten Übung wollen wir uns genauer und vertiefend mit zentralen Werken der vergleichenden Politikwissenschaft beschäftigen, die Sie im Überblick auch in der Vorlesung kennenlernen. Etwa mit „Patterns of Democracy“ von Lijphart, „Party Systems and Voter Alignments“ von Lipset und Rokkan, “Parties and Party Systems” von Sartori oder „The Three Worlds of Welfare Capitalism“ von Esping-Andersen, um nur einige bekannte Studien zu nennen.

 

  • Kailitz, Steffen (Hrsg.) 2007: Schlüsselwerke der Politikwissenschaft, Wiesbaden (Springer Link).
  • Lijphart, A. 22012: Patterns of Democracy. Government Forms and Performance in Thirty-Six Countries, New Haven/London, 1-59, 239-273.
  • Lipset, S. M./Rokkan, S. 1967: Cleavage Structures, Party Systems, and Voter Alignments: An Introduction, in: Dies.: Party Systems and Voter Alignments: Cross-National Perspectives, New York/London, 1-64.
  • Sartori, G. 2005 (1976): Parties and Party Systems. A Framework for Analysis, ECPR Classic series, Colchester, 105-170, 289-312.
  • Esping-Andersen, GØsta 1996 (1990): The Three Worlds of Welfare Capitalism, Cambridge, 1-5, 35-78, 105-138, 221-229.

 

Minderheitenpolitik in Europa

Dr. Christoph Schnellbach

Blockseminar (Termine im Vorlesungsverzeichnis)

Der aktuelle Konflikt in Katalonien zeigt einmal mehr, wie virulent Fragen zur Selbstbestimmung der nationalen Minderheiten in der EU geworden sind. Verschiedene Politikprozesse laufen parallel ab: Die Rückbesinnung auf regionale Identitäten, der Machtanspruch des Zentralstaates gegenüber dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und die autoritäre Wende in Mittel- und Osteuropa. Wo finden nationale bzw. ethnische Minderheiten ihren Platz in diesem Spannungsfeld? Welche Arrangements und Politikmodelle kann man im europäischen Vergleich herausfiltern? Welche Lösungsstrategien von Nichtdiskriminierung bis hin zu Autonomiekonzepten kann die vergleichende Politikwissenschaft anbieten? Lernziel des Kurses ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen Rechtslage in Europa sowie die Analyse der wichtigsten Akteure und Strukturen der Minderheitenpolitik. Als europäische Fallstudien werden schwerpunktmäßig behandelt: Spanien, Belgien, Ungarn, Slowakei und Rumänien.

 

The Israeli Political System in Comparative Perspective

Prof. Dr. Dan Korn

Blockseminar (Termine im Vorlesungsverzeichnis)

The course provides an examination of key features which shape political systems in democratic countries: the system of government and the electoral system which translate the will of the people to institutions, parliaments and cabinets, political recruitment, parties and interest groups, coalition politics, public policy and more. How those elements relate to Israeli politics will be analyzed, drawing on concepts and theories from comparative politics. During the course sessions we’ll explain and show the similarities between the Israeli political system and other political systems and also the differences stemming from the uniqueness of Israel as a democracy under stress.

Literatur:

  • Gregory S. Mahler, Politics and Government in Israel: The Maturation of a Modern State.
  • D. Peretz & G. Doron, The Government and Politics of Israel, Harper Collins Publishers Inc. 1997.
  • HE. Sprinzak & L. Diamond (eds) Israel Democracy Under Stress, Lynne Rienner Publishers Boulder and London 1993.
  • D. Korn, Public Policy in Israel: Perspectives and Practices, Lexington Books, 2002.

 

Hauptseminare

 

The populist radical right in the political process (Master)

Dr. Bartek Pytlas

Di 16:00-18:00

In the course of recent decades, populist radical right (PRR) politics increasingly shifted from the margins to the mainstream of the political process and continues to constitute a major challenge to liberal democracies. This seminar will explore and analyze PRR politics from a Europe-wide actor-centered perspective. The seminar at the same time aims to provide the students with the conceptual and analytical toolkit of comparative party politics and political sociology that can be applied to explore multiple dimensions of political agency in the political process. The seminar will begin by conceptualizing the PRR in the context of its modernization-based emergence. In the following, we will discuss the demand and supply side of PRR electoral success. Finally, the seminar will explore the patterns, dynamics and consequences of PRR impact on European party systems, public discourses, and liberal democracy as such.

Literatur:

  • Minkenberg, Michael (2001). ‘The Radical Right in Public Office: Agenda-Setting and Policy Effects’, West European Politics, 24:4, 1–21.
  • Minkenberg, Michael (ed.) (2015): Transforming the Transformation? The Radical Right in the Political Process in Central and Eastern Europe. London: Routledge.
  • Mudde, Cas (2007): Populist Radical Right Parties in Europe. Cambridge: Cambridge University Press.
  • Mudde, Cas (2017) (ed.): The Populist Radical Right. A Reader. Abingdon: Routledge
  • Rydgren, Jens (2018) (ed.): The Oxford Handbook of the Radical Right. New York: OUP.

 

Theories of Bureaucratic Politics: An International Perspective (Master)

Svanhildur Thorvaldsdottir

Mo 8:30-10:00 s.t.

International bureaucracies are oftentimes the institutional mechanism through which international policy is both formulated and implemented. And yet, we do not have a strong sense of how they work and the extent to which they parallel national bureaucracies. Do we expect international bureaucracies to be different from national ones? If so, how? What can our existing theories of bureaucratic politics and international organizations explain and where do they fall short? In this seminar, we will examine various theories of bureaucratic politics with a particular eye to their application to international organizations and their policy making processes. Students should emerge from this seminar with a comprehensive understanding of the theories of bureaucratic politics, especially as they apply to international organizations and are encouraged---through a seminar paper or presentation---to explore the linkages between the two in an analysis of their own design. Note that, for this class, it is helpful (but not required) to have some quantitative background as many of the readings will use statistical analysis and/or game-theoretic modelling. The course is designed to complement the seminar "Global Policy-Making in Organizational Fields: What Role for International Bureaucracies?", but can also be taken independently.

Literature:

  • Barnett, Michael and Martha Finnemore. 2004. Rules for the World: International Organizations in Global Politics. Cornell: Cornell University Press.
  • Huber, John and Charles Shipan. 2002. Deliberate Discretion. New York: Cambridge University Press.
  • Johnson, Tana. 2014. Organizational Progeny: Why Governments are Losing Control over the Proliferating Structures of Global Governance. Oxford: Oxford University Press.

 

Global Policy-Making in Organizational Fields: What Role for International Bureaucracies? (Master)

Dr. Ronny Patz

Mi 18:00-20:00

This seminar explores the role that the bureaucracies of international organizations (such as the secretariats of the United Nations or of the World Health Organization) play in global policy-making. Instead of studying these IO bureaucracies as standalone actors, they are considered key players in organizational fields defined by global policy domains, such as refugee policy, climate policy, international security, or health policy. After an introduction to the main concepts and theories required – international public administration, population ecology, resource dependency theory, network theory, etc. – students are encouraged to conduct and present (in the form of a paper or presentation) their own small research projects, studying the role or influence of one or several IO bureaucracies in a policy domain of their choice. The course is designed to complement the seminar "Theories of Bureaucratic Politics: An International Perspective", but can also be taken independently.

Literature:

  • Bauer/Knill/Eckhard (eds.) (2017): "International Bureaucracy. Challenges and Lessons for Public Administration Research", Palgrave.
  • Biermann/Koops (eds.) (2017): "Palgrave Handbook of Inter-Organizational Relations in World Politics".
  • Goetz/Patz (eds.) (2017): "Resourcing International Organizations", Special Issue S5 in "Global Policy"

 

Institutionen, Akteure und Entscheidungsprozesse im EU-System

Johanna Schmidt-Jevtic

Do 14:00-16:00

Diese Übung beschäftigt sich mit dem politischen System der Europäischen Union. Im ersten Teil wird der Integrationsprozess der Europäischen Union mit Bezug auf grundlegende Integrationstheorien skizziert. Ein zweiter Teil thematisiert die rechtlichen Grundlagen sowie die Institutionenstruktur der EU nach dem Vertrag von Lissabon. Insbesondere wird auf die verschiedenen Entscheidungsprozesse eingegangen und dabei die Rolle und der Einfluss der einzelnen Akteure analysiert. Neben den Institutionen der Europäischen Union werden auch die Einflussmöglichkeiten der nationalen Regierungen und Parlamente sowie verschiedener Lobbygruppen untersucht. In einem dritten Teil sollen die verschiedenen Regierungsformen der EU beispielhaft anhand von Politikfeldern, die einen unterschiedlichen Grad an Supranationalität aufweisen, verdeutlicht werden. Ziel der Übung ist es, den Studenten ein Verständnis der komplexen Funktionsweise der Europäischen Union zu vermitteln.

Literatur:

  • Knodt, Michele u. Andreas Corcaci (2012): Europäische Integration. Anleitung zur theoriegeleiteten Analyse, Konstanz/München: UVK.
  • Tömmel, Ingeborg (2014): Das politische System der EU, 4., überarb. u. erw. Aufl., München: De Gruyter.

 

The European Union and its Citizens – Institutional Structure, Public Opinion and Democratic Quality

Dr. Martin Gross

Mi 8:00-10:00

The exercise first deals with an overview of the European integration project and the political system of the European Union (EU), its main institutions and the institutional architecture. Next, the course aims at familiarizing students with the literature on executive and legislative politics and decision-making in the EU, with a special focus to the ‘democratic deficit debate’. In a third step, we will take a closer look at the EU’s approach to positively affect citizens’ views on European integration by theoretically and empirically analysing the EU’s Cohesion policy and its financial aid to the agricultural sector. The goals of the exercise thus are to gain an advanced understanding of theories of democracy and legitimacy and their application on the European Union as well as conceptual works on political support for the EU.

Literatur:

  • Bache, Ian/George, Stephen/Bulmer, Simon (2011): Politics in the European Union. Third Edition. Oxford University Press.
  • Hix, Simon/Hoyland, Bjorn (2011): The Political System of the European Union. Third Edition. Palgrave Macmillan.
  • Hix, Simon (2008): What's Wrong with the Europe Union and How to Fix it. John Wiley & Sons.
  • Marks, Gary/Steenbergen, Marco R. (2004): European Integration and Political Conflict. Cambridge University Press.
  • Nugent, Neill (2010): The Government and Politics of the European Union. Seventh Edition. Palgrave Macmillan.

 

Übungen

 

Seminar für Doktoranden, Magistranden und Master

Prof. Dr. Klaus Goetz

 

Übung zur Bachelorarbeit

Dr. Tanja Zinterer

Einzelsitzungen (Termine im Vorlesungsverzeichnis)

Die Übung verfolgt zweierlei Zielsetzungen: Einerseits soll den Studierenden näher gebracht werden, was die Erwartungshaltung an eine Bachelorarbeit ist und worauf bei ihrer Abfassung zu achten ist. Andererseits sollen die Studierenden durch die Präsentation ihrer eigenen Arbeit und in der Diskussion mit den Kursteilnehmer*innen Feedback zu ihrem Projekt erhalten und dieses so optimieren können. Die Übung richtet sich an all diejenigen Studierenden, die ihre Bachelorarbeit im Teilbereich Politische Systeme (v.a. System¬vergleich, politische Soziologie, Politikfeldanalyse) bei Dr. Tanja Zinterer schreiben. Die Teilnahme ist daher nur nach (möglichst frühzeitiger) persönlicher Rücksprache mit der Dozentin und Abgabe eines Exposés zum Bachelorarbeitsprojekt bis zum 9.4.2018 möglich.

 

Politikwissenschaftliches Arbeiten

Johanna Schmidt-Jevtic

Fr 12:00-16:00

Die Übung soll praxisbezogen in das wissenschaftliche Arbeiten einführen und dabei wichtige Schlüsselqualifikationen vermitteln: Denk- und Arbeitstechniken, z.B. für Themenfindung, Literaturrecherche, Informations- und Zeitmanagement, wissenschaftliche Präsentationen. Zentrale Frage: Wie schreibe ich eine politikwissenschaftliche Hausarbeit? Lernziel ist es, sich mit Techniken politikwissenschaftlichen Arbeitens vertraut zu machen und damit wichtige Fertigkeiten für den selbstständigen Wissenserwerb und die Erfüllung der Studienanforderungen zu erwerben.

Literatur:

  • Stykow, Petra/Daase, Christopher/MacKenzie, Janet/Mossauer, Nikola (2010): Politikwissenschaftliche Arbeitstechniken, Paderborn: Fink (UTB 3137).

 

Übung Praktikabegleitung I

Dr. Tanja Zinterer

Einzelsitzungen (Termine im Vorlesungsverzeichnis)

 

Übung Praktikabegleitung II

Dr. Tanja Zinterer

Einzelsitzungen (Termine im Vorlesungsverzeichnis)