Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI)
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Forschung: Lehrstuhl für Internationale Beziehungen (Rittberger)

Der empirische Schwerpunkt der Forschung am Lehrstuhl liegt auf der Europäischen Integration und den Formen des Europäischen Regierens. Auf der theoretischen Ebene basiert unsere Forschung in erster Linie auf neuen institutionalistischen Ansätzen und ihrer Anwendung auf den Integrationsprozess. Methodologisch verfolgen wir einen pluralistischen Ansatz.

Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten erhalten Sie über die persönliche Website von Prof. Rittberger.

Empirische Schwerpunkte

  • Die Konstitutionalisierung der EU: Hier stehen insbesondere die institutionelle Demokratisierung der EU, Konstitutionalisierungsprojekte in früheren und späteren Integrationsphasen, institutionelle Dynamiken sowie die Entwicklung von Identitätsdiskursen und der ‚Idee Europa‘ im Vordergrund.
  • Die demokratische Qualität der EU: In diesem Zusammenhang geht es um verschiedene Aspekte der EU als Regierungssystem, speziell ihre demokratische Kapazität und Qualität.
  • Die Grenzen der EU: Wir erkunden die ‚kognitive Dimension‘ der Abgrenzung durch die Analyse der Faktoren, welche die Präferenzen von EU-Bürgern im Bezug auf EU-Erweiterungen beeinflussen. Wir streben auf diese Weise ein besseres Verständnis der (kognitiven) Grenzen des Integrationsprojekts an.

Theoretische Schwerpunkte

  • Dynamiken von institutionellem Design und Wandel: Wir analysieren Prozesse institutioneller Veränderung, die ihnen zugrundeliegenden Kräfte und Dynamiken sowie ihre Langzeiteffekte auf die Präferenzen, Strategien und politischen Strukturen von Akteuren.
  • Historischer Institutionalismus: Wir beteiligen uns an der theoretischen Debatte, indem wir verschiedene Arten von Mechanismen des institutionellen Wandels analysieren, und damit zu einer fortlaufenden ‚Verfeinerung‘ der klassischen Varianten des historischen Institutionalismus beitragen.

Methodische Ausrichtung

  • Methodisch reflektiert unsere Arbeit die Überzeugung, dass problemorientierte Forschung methodologischen Pluralismus erfordert.
  • Unsere Forschungsarbeit ist somit offen für Einzelfallstudien und vergleichende Fallstudien, qualitative und quantitative Forschungsdesigns sowie auch (quasi-) experimentelle Ansätze.